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Mit USB-Sticks modern werben
Neulich nahm ich mal wieder ein echt praktisches Werbemittel entgegen: Ich hatte einen Termin mit meinem Versicherungsmenschen. Wir redeten und redeten und redeten und abschließend machte er mir verschiedene Vorschläge zu der gewünschten Versicherung. Früher zog der Versicherungsmensch an dieser Stelle riesige Papierbögen aus der Tasche, welche mit allen wichtigen Daten befüllt wurden und schließlich das Angebot enthielten.
Heute läuft das natürlich alles über das Notebook und damit ich mir die Angebote noch einmal in Ruhe ansehen kann, bekam ich einen schicken USB-Stick, auf dem die Dateien gespeichert wurden. Richtig schick, mal etwas anderes als die schon so oft ausgegebenen Schlüsselbänder zum Beispiel und fast jeder Mensch kann einen USB-Stick gebrauchen.
USB-Sticks gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, beispielsweise im Scheckkartenformat oder in einen Kugelschreiber integriert – so ist das Werbemittel nicht nur praktisch, sondern auch ein Hingucker.
Ein originelles Anzeigenmotiv
In einer meiner ersten Studienhausaufgaben (Studium: Werbetexterin) zum Thema “Kreativitätstechniken” textete ich eine Anzeige, dessen Motiv mein Tutor besonders originell fand (Okay: Ich auch!). Natürlich möchte ich euch das nicht vorenthalten.
Aufgabenstellung war:
Texten Sie eine Anzeige für die LBS-Bausparkasse zum Thema „Bausparen für junge Familien“. Wählen Sie eine Analogie als Stilmittel und machen Sie eine kurze Bildbeschreibung.
Mein Anzeigentext lautete:
LBS-Bausparen: Junge Familien hamstern sich reich.
Familien mit Kindern hamstern jetzt nicht nur für den nächsten Winter:
- 500 € Startgeld*
- 800 € zusätzlich für jedes Kind
- bis zu 1250 € Eigenheimzulage
- nur 4,55 % effektiver Jahreszins
- Sparprämien von der Steuer abzugsfähig.
LBS: Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause!
*bei Abschluss eines Bausparvertrages von mind. 100.000,- €.
Bildbeschreibung:
Lachende Familie vor einem Haus, daneben ein Hamster mit dicken Backen und viel zu großen Münzen-Türmchen in den Armen.
Neuer IKEA-Werbespot im Königreich
IKEA hält für seine Fans immer eine Überraschung bereit, so auch der neue Werbespot aus Großbritannien:
überraschend, genial und einfach nur süß.
Hier der Spot: Happy Inside - IKEA cats advert
Und hier ein kleiner Spot zum Make of:
August-Texterei: Flyer
Vor meinen Urlaub durfte ich an einem sehr schönen, wie auch außergewöhnlichem Projekt arbeiten. Die Leiterin einer Folkloregruppe wünschte sich einen Flyer, um ihre Tanzgruppe bekannter zu machen. Ein ganz einfaches Design sollte das Faltblatt ebenfalls bekommen.
Nun bin ich als Texterin eigentlich weniger für die Gestaltung eines Flyers oder Folders zuständig und habe in den meisten Fällen schon ein fertiges Layout vorliegen. „Etwas ganz simples“ kann ich aber bewerkstelligen. So textete ich also nicht nur, ich gestaltete auch.
Meine Kundin verfügte jedoch weder über ein Faxgerät geschweigeden über einen PC oder gar einen Internetanschluss. Ich könnt es euch sicher vorstellen: So kam es also, dass neben Telefonaten handschriftliche Notizzettel und Briefe hin- und hergingen. Meine Entwürfe gingen via Post an die Kundin und wurden natürlich auch auf diesem Weg kommentiert.
Ein ausgesprochen ungewohntes Arbeiten, aber es hat Spaß gemacht.
Kurz bevor es in den Urlaub ging, konnte ich den Flyer schließlich fertigstellen. Meine Kundin war hellauf begeistert.
Hier also der Handzettel der Folkloregruppe in Würzburg:
Zukunftsmusik: Lebendige Werbung
Stell dir vor, du fährst an einem Werbeplakat vorbei und denkst „Hö? Hat die leicht bekleidete Dame dort mir gerade zugezwinkert?“ Oder du glaubst, dass Baby auf dem Poster für die Windelwerbung, hätte dir die Zunge herausgestreckt – beim genauen Inspizieren des Plakates sieht aber alles normal aus …
Was hier – zugegeben – unrealistisch klingt, könnte schon ganz bald Wirklichkeit werden. Die Werbeagentur Jung von Matt hat ein interaktives Plakat konzipiert. Es handelt sich dabei um ein vollelektronisches Werbedisplay mit eingebauter Kamera und Gesichtserkennung. Effekt: Wird die Werbung angeschaut, wechselt sie einfach das Bild.
Erste Testläufe gab es bereits in Berlin. An einer Bushaltestelle zeigte das Display ein erschütterndes Szenario: Eine Frau wird rücksichtslos von einem Mann verprügelt. Sobald das vermeintliche Plakat aber von einem Passanten in Augenschein genommen wurde, wechselte das Bild und ein glückliches, lachendes Paar war zu sehen. Amnesty International warb hier mit dem Slogan „Es passiert, wenn niemand hinsieht. Helfen Sie, häusliche Gewalt aufzudecken.“
Nicht schlecht, Herr Specht, kann ich da nur sagen und bin gespannt, was die Werbung der Zukunft uns noch alles bringt.




