Stell dir vor, du fährst an einem Werbeplakat vorbei und denkst „Hö? Hat die leicht bekleidete Dame dort mir gerade zugezwinkert?“ Oder du glaubst, dass Baby auf dem Poster für die Windelwerbung, hätte dir die Zunge herausgestreckt – beim genauen Inspizieren des Plakates sieht aber alles normal aus …

Was hier – zugegeben – unrealistisch klingt, könnte schon ganz bald Wirklichkeit werden. Die Werbeagentur Jung von Matt hat ein interaktives Plakat konzipiert. Es handelt sich dabei um ein vollelektronisches Werbedisplay mit eingebauter Kamera und Gesichtserkennung. Effekt: Wird die Werbung angeschaut, wechselt sie einfach das Bild.

Erste Testläufe gab es bereits in Berlin. An einer Bushaltestelle zeigte das Display ein erschütterndes Szenario: Eine Frau wird rücksichtslos von einem Mann verprügelt. Sobald das vermeintliche Plakat aber von einem Passanten in Augenschein genommen wurde, wechselte das Bild und ein glückliches, lachendes Paar war zu sehen. Amnesty International warb hier mit dem Slogan „Es passiert, wenn niemand hinsieht. Helfen Sie, häusliche Gewalt aufzudecken.“

Nicht schlecht, Herr Specht, kann ich da nur sagen und bin gespannt, was die Werbung der Zukunft uns noch alles bringt.

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