In geheimer Mission: Geocaching

GeocachingVor einigen Wochen wurde ich in die ungewöhnliche Welt des Geocaching eingeführt.

Ich hatte bis dato noch nichts von diesem neuen Trend gehört und war umso überraschter, dass es richtig Spaß macht.

Geocaching – was ist das?

Zuerst konnte ich mir den Ablauf des Spiels nur schwer vorstellen: Das Prinzip Geocaching besteht darin, dass Geocacher »Schätze« an öffentlichen Orten verstecken, welche es dann zu finden gilt.

Auf den offiziellen Geocaching-Webseiten wird der sogenannte Cache mit Koordinaten und dem einen oder anderen Tipp markiert, danach können alle weiteren Spieler sich auf die Suche machen. Wurde ein geheimes Lager gefunden (oder auch nicht), kann man dies im Web loggen.

Der Eigentümer erfährt auf diesem Weg, dass sich sein Objekt noch an Ort und Stelle befindet. Ist der Cache beispielsweise defekt oder nicht mehr auffindbar, erhält der Besitzer die Information ebenfalls auf diesem Weg und kann sich darum kümmern.

Der Schatz und seine Erscheinung

Caches gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, ob man zum Beispiel nach einem kleinen oder großen »Ding« sucht, steht zumeist im zugehörigen Webeintrag.

Sogenannte Mikro-Caches können beispielsweise ein Laborröhrchen oder eine Filmdose sein, sie beinhalten mangels Platz häufig nur ein Logbuch zum Eintragen.

Makro-Caches erscheinen in Form von Vorratsdosen, Alu-Getränkeflaschen oder Ähnlichem – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Inneren finden sich in der Regel zahlreiche Gegenstände, die man gegen andere Objekte austauschen kann.

Koordinaten, Muggel & Rätsel

Hat man sich dazu entschlossen einen Cache zu suchen, benötigt man zunächst ein Navigationsgerät, welches Koordinaten verarbeiten kann.

Auf den offiziellen Geocaching-Webseiten

Geocaching.com
Navicache.com oder
Opencaching.de (mit deutscher Benutzerführung)

kann man sich Caches in seiner Umgebung oder eben am gewünschten Ort anzeigen lassen. Es ist immer empfehlenswert sich die Koordinaten mehrerer Caches herauszusuchen, falls man einmal nichts findet.

Vom Navi lässt man sich an den Ort des Geschehens leiten, dann heißt es: Suchen! Je nach Größe des versteckten Caches bieten Mauerritzen, manipulierte Aststücke, hohle Baumstämme oder auch Gestänge, an denen mit Hilfe von Magneten etwas hinterlassen wurde, hervorragende Verstecke. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es soll sogar Caches geben, die sich im Wasser oder an Statuen in Mitte eines Gewässers befinden.

Um sicher zu stellen, dass die Kostbarkeit auch später noch an ihrem Platz zu finden ist, muss man bei der Suche so unauffällig wie möglich vorgehen. Alle Nicht-Geocacher bezeichnet man ganz Harry Potter like als »Muggel«. Es gilt also die Aufmerksamkeit der Muggel auf keinen Fall zu erregen – dass ist mitunter nicht einfach. :-)

Neben einzelnen Caches gibt es viele Schätze, an denen vorab mehrere Stationen passiert und Rätsel gelöst werden müssen. Aus den enträtselten Aufgaben ergeben sich die Koordinaten des nächsten Punktes, so gelangt man irgendwann zum Objekt der Begierde.

Geocaching kann also auch als »moderne Schnitzeljagd« bezeichnet werden.

Werkzeuge & Vorsichtsmaßnahmen

Nach meinen Erfahrungen sollte man insbesondere im Wald auf festes Schuhwerk und lange Hosen achten. Im Sommer ist etwas zu trinken auch nicht das Schlechteste. Zum Lösen der Rätsel sind Papier und Stift sehr von Vorteil und last, but noch least: Möchte man am Ende irgendetwas aus dem Cache tauschen, sollte man einen Gegenstand mitnehmen, den man wieder hineinlegen kann.

Geocaching ist übrigens kostenlos, wer sich dem Trend anschließen möchte, kann das einfach tun.

Weitere Berichte über Caches, die wir schon gefunden haben (und noch finden werden ;-) ) folgen natürlich.

Foto: © Nils Fabisch/pixelio.de

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