Gestern Nachmittag hörte ich in einem Radiobericht von einer Hauptschule in Essen, dessen Schüler einen Kriminalroman geschrieben haben. Mir schoss spontan durch den Kopf »Das kann nur meine Schule gewesen sein!« Ich war nämlich auf einer Schule mit prima Projekten. Der Sprecher erläuterte es kurz darauf: Natürlich war meine Schule, die Hauptschule am Stoppenberg, an der Erstellung des Krimis beteiligt.
Unter dem Motto »Demokratie leben und erleben – Zwischen Ruhr und Bosporus« entstand das Buch »Die Ruhr fließt anders als der Bosporus«. Vereint mit namenhaften Autoren schrieben Schülerinnen und Schüler aus Duisburg, Dortmund, Herne, Hattingen und Essen Geschichten.
Für einen Krimi entschieden hatte sich die Klasse 10 A der Hauptschule am Stoppenberg. Die Geschichte erzählt von den Schülern als Hauptpersonen, welche als Hobby-Dedektive verbissen nach einem Neonazi in Essen suchen. Die Story greift damit die Themen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Intoleranz auf – wie im wirklichen Leben. Mitverfasser des Krimis ist Autor Yüksel Pazarkaya, die Schüler erscheinen mit ihren tatsächlichen Namen im Buch.
Das P.E.N.-Zentrum Deutschland (P.E.N.: Poets, Essayists, Novelists), eine von über 140 Schriftstellervereinigungen weltweit rief das Projekt ins Leben. Am 17. März 2010 wurden die Ergebnisse im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen vorgestellt.
Mitautoren waren außerdem Liane Dirks, Heinz G. Schmidt, Franziska Sperr, Burkhard Spinnen und Michael Zeller. »Die Ruhr fließt anders als der Bosporus« ist mittlerweile beim Klartext-Verlag erschienen und für 14,95 € zu haben.
Auf meiner Einkaufs-/Packliste für den Sommerurlaub habe ich das Buch natürlich auch schon notiert. Ein echt cooles Projekt, ich bin gespannt.










